Forschern des Unternehmen

s
"TippingPoint" ist pünktlich zur diesjährigen
Sicherheitskonferenz RSA, die in San Francisco stattfindet, ein spektakuläres Experiment geglückt: Um zu zeigen wie anfällig
Smartphones sind, entwickelten sie eine
manipulierte Wetter-App, die es ihnen ermöglichte, sämtliche Handys
unter ihre Kontrolle zu bringen, auf denen das kleine Programm installiert worden ist.
Das Ergebnis des Versuchs ist ziemlich verheerend: Obwohl sie die App namens
„WeatherFist“ aufgrund hoher Sicherheitsvorkehrungen
nicht über Apples AppStore und über den offiziellen
Android-Marktplatz anboten, sondern nur auf verschiedenen kleineren Portalen, verzeichneten sie innerhalb der ersten Stunde insgesamt
126 Downloads. Nach 24 Stunden hatten bereits
1862 Benutzer die Bot-App heruntergeladen und bis zum Ende der Konferenz am 5. März waren rund
8000 iPhones und andere Smartphones mit dem falschen Programm gekapert worden.

Dieses außerordentlich erfolgreiche Resultat des Versuchs verblüfft selbst die Experten. Da WeatherFist eher unkomfortabel zu installieren ist, war dieses Ergebnis für die Experten höchst erstaunlich.
Zum Ende der RSA-Konferenz errichtete das TippingPoint-Team aus den etwa 8000 betroffenen Handys schließlich ein sogenanntes
Bot-Netz. Hätten die Wissenschaftler tatsächlich schädliche Komponenten in ihre App eingebaut, wäre es ihnen mithilfe dieses Netzwerks möglich gewesen, tausende Kontakt- und Kontodaten auszulesen, sowie Spam zu verbreiten und Angriffe auf Websites vorzunehmen. Die Wetter-App, die sie zum Download anboten, enthielt derartige Funktionen jedoch nicht.