Die seit 2007 geltende Vereinbarung zur Datenweitergabe bei Flügen in die USA wird nun in einem sehr umstrittenen Abkommen in Kraft treten. Dies entschieden, nach dem Europaparlament letzte Woche, nun auch die EU-Innenminister in Luxemburg. Teil dieses Vertrages ist es, dass die Fluggesellschaften den US-Behörden verschiedene Daten der Passagiere bereitstellen, wenn diese in die USA oder nach Europa reisen. Zu diesen Daten gehören unter anderem Name, Sitzplatz- und Kreditkartennummer, womit US-Terrorfahnder Anschläge und schwere Kriminalität vereiteln wollen.

Doch auch in Europa soll nach Wunsch der Innenminister ein vergleichbares System zur Datenspeicherung aufgebaut werden. In diesem sollen dann Angaben zu Flügen aus Drittländern nach Europa gespeichert werden. Ob auch innereuropäische Flüge mit erfasst werden steht zurzeit noch nicht fest. Um dieses System zu errichten müssten jedoch erst weitere Verhandlungen mit dem Europaparlament geführt werden.
Viel Kritik erntet das Abkommen, da einige Datenschützer den Datenschutz in den USA bemängeln. Demnach sollen die erhobenen Angaben bis zu 15 Jahre gespeichert werden, da es das Ziel sei, terroristische Anschläge und schwere, grenzübergreifende Kriminalität zu verhindern, so den offiziellen Angaben zufolge.