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Deutschland gibt Aids keine Chance



Mit der Kampagne „Gib Aids keine Chance“ versucht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vor der Infizierung mit HIV zu warnen – scheinbar mit Erfolg. Denn wie eine Studie nun mitteilte, verhüteten 80 Prozent aller deutschen Singles zwischen 16 und 44 Jahren beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen. Doch obwohl so viele Deutsche wie nie zuvor beim Sex auf Sicherheit achten, fühlen sich einige auch schlecht aufgeklärt.

Gezogen wurde diese Bilanz nach dem 25-jährigen Jubiläum der Anti-Aids-Kampagne am vergangenen Montag. Während zur Gründungszeit der Aktion Kondome noch Tabu-Thema waren, so sind sie heute fester Bestandteil im Sexleben der meisten Deutschen. Auch die Verkaufszahlen sind seit dem stark gestiegen: Wurden 1988 noch 110 Millionen Kondome verkauft, so waren es 2011 mit 221 Millionen mehr als doppelt so viele.

Auch die Angst vor dem humanen Immundefizienz-Virus (kurz HIV) ist in Deutschland zurückgegangen. 1987, kurz nach der Entdeckung des Aids-Erregers, gaben noch 65 Prozent der Befragten an, die Krankheit gehöre zu den gefährlichsten überhaupt. 25 Jahre später waren nur noch 13 Prozent dieser Auffassung. „Darin zeigt sich eine realistische Einschätzung der Situation, die durch die verbesserte Behandelbarkeit von HIV/Aids entstanden ist“, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung daraus schloss.

Doch trotzdem fühlen sich auch viele nicht gut über das Thema HIV informiert. Fast die Hälfte aller Deutschen empfindet die Aids-Aufklärung hierzulande als unzureichend, wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov aus Köln herausfand.  Wie Julia Jakob, Pressesprecherin der Bundeszentrale, erklärte, sei Grund hierfür, dass die Krankheit in den Medien nicht mehr so präsent sei wie in den 1980er-Jahren kurz nach dem ersten Auftreten von Aids-Erkrankungen.

Ziel sei deshalb, auch weiterhin an der „Gib Aids keine Chance“-Kampagne festzuhalten und diese weiterzuentwickeln. Durch die Anpassung der Aktion, beispielsweise innerhalb von Kinospots oder auf Plakaten, soll sichergestellt werden, dass HIV weiterhin wahrgenommen und das präventive Schutzverhalten verbessert wird.


Focus.de  
Bildmaterial: Jens Schlueter / dapd Grafik: LaMeS
Am 03.09.2012 um 22:55 Uhr von LaMeS


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  #3   BobbyJack 05.09.2012 03:21   
Artikel wrote:

Doch trotzdem fühlen sich auch viele nicht gut über das Thema HIV informiert. Fast die Hälfte aller Deutschen empfindet die Aids-Aufklärung hierzulande als unzureichend


"Was für eine Frechheit, dass das Wissen nicht von alleine in meinen Kopf reinkommt - man hat mich zu informieren! >:(("

Mal ernsthaft: AIDS und HIV sind jedem ein Begriff und wer sich hier in Deutschland nicht ausreichend darüber informiert fühlt, oder mehr über das Thema wissen will, der kann heutzutage doch wohl mal im Internet nachschauen...
  #2   Amlug 04.09.2012 16:02   
Also wir haben erst letzes Jahr in BIO das Thema HIV gehabt.
  #1   Peeeya 04.09.2012 12:11   
Schön geschrieben, LaMeS :)




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