Am vergangenen Montag hat die Verbraucherschutzorganisation "foodwatch" eine Liste von 8500 deutschen Trinkwasserproben veröffentlicht, in der es heißt, dass etwa 150 Proben einen "Höchstwert" von zehn Mikrogramm je Liter aufweisen würden, von den etwa 200 aufgezählten Mineralwasser zehn.
In Deutschland gibt es bereits einen Grenzwert: Mineralwasser darf nicht mehr als zwei Mikrogramm Uran je Liter enthalten, Trinkwasser dagegen hat nur einen unverbindlichen Leitwert von 10 Mikrogramm je Liter.
Experten, wie etwa der Toxikologe Hermann Dieter, halten die große Aufregung ums Uran im Trinkwasser viel zu überzogen, denn: Die Radioaktivität spiele gesundheitlich erst ab einem Wert von 60 - 70 Mikrogramm Uran je Liter eine Rolle. Nach heutigen Erkenntnissen können Menschen sogar ihr Leben lang zwei Liter täglich trinken, ohne, dass irgendwelche gesundheitlichen Schäden zurück bleiben würden - einen gesundheitlichen Richtwert sollte es dennoch geben.
Miriam Ewald vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt ängstlichen Bürgern, sich direkt bei ihren lokalen Wasserversorgern nach dem Urangehalt zu informieren. Die Wasserwerke Hamburg bieten beispielsweise sogar eine Wasseranalyse an, wo man gegen eine Gebühr von etwa 20 Euro Testergebnisse von seinem Probefläschchen bekommen kann.